Das Ziel dieses Workshops ist es, die Neudefinitionen des Begriffs „Raum“ zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert in den Bereichen Mathematik, Philosophie und Darstellungspraktiken zu untersuchen. In dieser Zeit kam es zu tiefgreifenden Veränderungen in der Rolle der Intuition in der Geometrie, in der räumlichen Vorstellungskraft, die durch den Übergang von euklidischen zu nicht-euklidischen Rahmenbedingungen gekennzeichnet war, sowie in den konkreten Praktiken der Abbildung und Vermessung des physischen Raums.
Wir führten Fallstudien aus der Geistesgeschichte, Mathematik und Kartografie zusammen, um zu zeigen, wie der Raum nicht nur als zentrales Objekt wissenschaftlicher Forschung fungierte, sondern auch als umstrittene epistemische und kulturelle Kategorie.