Diese Publikation, die nun in ihrer zweiten Auflage erscheint, enthält eine ungekürzte und kommentierte Übersetzung von zwei Werken Johann Heinrich Lamberts (1728–1777) aus den 1760er Jahren: Vorläufige Kenntnisse für die, so die Quadratur und Rectification des Circuls suchen und Mémoire sur quelques propriétés remarquables des quantités transcendentes circulaires et logarithmiques. Die Übersetzungen werden wie in der ersten Auflage von einer kontextualisierten Studie zu jedem dieser Werke begleitet und bieten einen Überblick über Lamberts Beiträge, wobei sowohl der Hintergrund als auch der Einfluss seiner Arbeit aufgezeigt werden. Darüber hinaus ermöglicht ein biografischer Ansatz den Lesern, den Wissenschaftler selbst besser kennenzulernen.
Lambert war zu seiner Zeit ein hoch angesehener Wissenschaftler und Universalgelehrter, der von Persönlichkeiten wie Kant bewundert wurde. Obwohl er vielfältige Beiträge zu verschiedenen Wissensgebieten leistete, geriet er später im Vergleich zu anderen Wissenschaftlern des 18. Jahrhunderts leider in den Hintergrund. In der Mathematik ist er insbesondere für seine Forschungen zur nicht-euklidischen Geometrie bekannt, obwohl er wohl am meisten dafür berühmt ist, als Erster die Irrationalität von Pi bewiesen zu haben. In seiner Mémoire führte er eine der ersten Studien über hyperbolische Funktionen durch, lieferte einen überraschend strengen Beweis für die Irrationalität von Pi, stellte erstmals die moderne Unterscheidung zwischen algebraischen und transzendentalen Zahlen auf und vermutete auf der Grundlage dieser Unterscheidung die Transzendenz von Pi und damit die Unmöglichkeit der Quadratur des Kreises..